Wir sind gut in China angekommen!

Hallo,

mein fast sechs Wochen langer Deutschlandurlaub ist vorbei. Letzten Donnerstag sind Haojing und ich von Luxemburg über Paris und Peking zurück nach Lianyungang geflogen. Von dort aus wurden wir abgeholt. Insgesamt waren wir 26 Stunden unterwegs. Es war Freitagabend kurz vor Mitternacht und ich war hundemüde. Eigentlich kam ich zu einer perfekten Uhrzeit zu Hause an, denn wäre ich sofort schlafen gegangen, hätte ich mit Sicherheit trotz sechsstündiger Zeitverschiebung entspannt durchgeschlafen. Unglücklicherweise machte mir ausgerechnet der Bundesligaspielplan einen fetten Strich durch die Rechnung.

Da der BVB das Freitagabendspiel bestritt, musste ich mich noch irgendwie wachhalten bis um 2:30 Uhr angestoßen wurde. Nach einer solchen Reise ist das gar nicht so einfach, doch irgendwie gelang es mir. Letzten Endes hat es sich sogar gelohnt, da mein Lieblingsverein das Match noch gegen Ende gedreht und gewonnen hat. Während des Fußballspiels trank ich noch die letzten Tsingtao-Bierdosen, die wir noch im Kühlschrank hatten. Nach meinem reichhaltig alkoholischen Aufenthalt in der alten Heimat, möchte ich die nächsten Wochen abstinent leben. Nichtsdestotrotz wird es gewissermaßen eine Ausnahme geben.

Im September reisen wir wieder nach Chibi, weil das chinesische Mondfest stattfinden wird. Das ist hierzulande nach dem Frühlingsfest die zweitgrößte Feierlichkeit. Nachdem ich mich während meines Aprilbesuchs erfolgreich gegen den Schnapskonsum wehren konnte, glaube ich nicht, dass ich mich ein weiteres Mal davor drücken kann. Im Augenblick ist das natürlich noch Zukunftsmusik. Ich werde in den nächsten Wochen übrigens nicht nur auf Alkohol, sondern auch auf Kohlenhydrate verzichten. In den letzten Wochen habe ich nämlich fünf Kilogramm zugenommen – und das, obwohl ich zwischendurch oft gefastet habe.

Wenn ich einfach esse, ohne mir Gedanken darüber zu machen, werde ich ganz schnell dick. Um mich langfristig wohl zu fühlen und vor allem gesund zu bleiben, muss ich einfach spezielle Strategien anwenden. Allerdings macht mir das intensive, detaillierte Beschäftigen mit Ernährung viel Spaß, weswegen das kein Problem ist. Apropos Ernährung: Eine Methode, um vor dem Fußballspiel wach zu bleiben, war Essen. Haojing war chinesisches Barbecue holen. Diesmal aß ich neben anderen Leckereien eine gebratene Kröte, die wirklich sehr lecker schmeckte. Allerdings bedurfte es durchaus einer gewissen Überwindungskraft.

Am Samstag haben wir zwei uns ordentlich durchmassieren lassen. Zunächst war ich bei einer Massagefrau, die permanent versucht hat, mit mir zu reden. Das fand ich eigentlich sehr lieb und es war sogar ein bisschen verständliche Kommunikation möglich. Die eigentliche Massage war auch in Ordnung, selbst der Teil, an dem sie über meinen Rücken lief. Hinterher gingen meine Frau und ich noch zur Fußmassage, woraufhin sie Essen einkaufen ging und ich einen kleinen Spaziergang absolvierte. Dabei schlenderte ich auch über den Platz, wo das Nacht- oder eher das Abendleben der hiesigen Bevölkerung stattfindet.

Diesmal leiden Haojing und ich wirklich sehr unter dem Jetlag. Zumindest aus meiner Sicht ist es die unangenehmste Zeitumstellung, die ich bislang durchleben musste. In der Nacht von Samstag auf Sonntag konnte ich erst um 5 Uhr morgens ins Bett gehen, um zu schlafen. Gegen Mittag zwang ich mich schließlich um kurz vor 12 Uhr aufzustehen und lag anschließend drei Stunden lang mit Kopfschmerzen regungslos auf dem Sofa herum. Das ist dann wohl leider die Retourkutsche für meinen ungebrochenen Willen, jedes BVB-Spiel sehen zu müssen. Aber es lohnt sich trotzdem! Ansonsten ist bei uns aber alles in Ordnung.

Liebe Grüße,

Benjamin

 

2 Kommentare zu „Wir sind gut in China angekommen!

  1. In der Tat! Vor allem die Gabel in den Brustkorb zu stecken und mit dem Messer Stücke herauszuschneiden war besonders schwierig. Am schmackhaftesten waren übrigens Schenkel und Arsch.

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