Mit nasser Kleidung unterwegs im Affenpark!

Hallo,

wirklich wieder in Dayouzhen eingelebt habe ich mich noch nicht. Die Zeitumstellung macht mir leider immer noch zu schaffen und es ist mir noch nicht möglich, vor 3 Uhr nachts einzuschlafen. Haojing ist hinsichtlich Jetlags inzwischen glücklicherweise etwas weiter als ich, da sie bereits letzte Woche mehrfach früh aufstehen musste. Theoretisch könnte ich mich auch in der Frühe aus dem Bett zwingen, doch in der Praxis ist das schwieriger als man denkt. Ab Montagmorgen werde ich aber wieder in der hiesigen Vorschule Englisch unterrichten, weswegen sich diese Problematik in den kommenden Tagen von selbst erledigen sollte.

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass mein Opa für uns ein paar tolle Dinge geschnitzt hat. Diese haben wir aus Deutschland mit in unsere Wohnung geholt. Auf dem Wandregal ist nun ein Ständer mit sieben einzigartigen Haarnadeln untergebracht. Über dieses Geschenk hat sich vor allem Haojing sehr gefreut, da sie sehr oft Haarnadeln verwendet, um ihre angsteinflößenden Asiaten-Haare zu bändigen. Mein Kopf wurde nach unserer Ankunft frisch geschoren, weswegen ich demgegenüber wohl keine Verwendung für die Teile habe. Doch unabhängig davon verschönert das Kunstwerk natürlich den gesamten Raum.

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In unserem Gästezimmer bin ich vergangene Woche auf einen ungebetenen Gast gestoßen. An der Decke saß tatsächlich ein Gecko. Ich habe absolut keine Ahnung wie dieser in unsere Wohnung gekommen ist. Sämtliche Fenster sind durch Fliegengitter geschützt und sonstige Öffnungen sind mir nicht bekannt. Möglicherweise gibt es irgendwelche Löcher, von denen ich nichts weiß, oder er hat den richtigen Moment abgewartet und ist durch die Haustür eingedrungen. Nach kurzer Zeit verlor ich das Reptil aus den Augen. Wir teilen uns nun die Wohnung. Das finde ich aber nicht schlimm, denn immerhin frisst er störende Insekten.

Letzten Donnerstag kamen Haojings Vorgesetzter, seine Frau und sein Sohn in Dayouzhen an. Letztere werden für einen Monat bleiben. Am gestrigen Samstag fuhren wir fünf gemeinsam nach Lianyungang. Dort besuchten wir einen Art Freizeitpark, welcher der Figur „Sūn Wùkōng“ aus der chinesischen Mythologie gewidmet ist. Bei ihm handelt es sich um einen Affen mit Superkräften, der auf einer Wolke reitet und einen magischen Kampfstock besitzt. Auf dieser Figur basiert übrigens der berühmte Anime-Charakter „Son Goku“ aus „Dragon Ball“. In diesem Freizeitpark waren jedenfalls mehrere Darsteller in Affenkostümen unterwegs.

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Nachdem wir in den Park eintraten hatten wir eine leichte Wahl zu treffen: Besteigen wir drei Stunden mühsam den Berg oder lassen wir uns 15 Minuten mit dem Kleinbus hochfahren? Natürlich entschieden wir uns mit dem dreijährigen Kind für die einfache Variante. Der Fahrer fuhr zwar wie eine Sau, aber wir kamen unversehrt oben an. Dort bestiegen wir den Gipfel, der noch ein paar Meter höher lag, schauten uns ein paar Tempel an und genossen die schöne Aussicht. Zurück wanderten wir eine ganze Weile, bis wir uns trennten. Haojing, ihr Chef und ich wollten mit den schnellen Action-Schlauchbooten herunterfahren.

Während Sasha und ihr Sohn die Seilbahn nahmen, setzten wir uns nach einer gewissen Warte- und Einweisungszeit in die Boote. Bereits vor dem Start waren unsere Schuhe, die wir nicht ausziehen durften, sowie Hintern eingenässt, da sich Wasserablauflöcher in den Böden der Boote befanden. Dann ging es los – und es war echt heftig. Zweimal wären Haojing und ich fast umgekippt. Zwischendrin ging es wirklich sehr steil nach unten. Ziemlich schnell waren wir vollständig durchnässt. Zum Glück kamen wir gesund unten an. Anschließend gingen wir noch (natürlich nass) in ein gutes Restaurant für Meeresfrüchte.

Liebe Grüße,

Benjamin

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2 Kommentare zu „Mit nasser Kleidung unterwegs im Affenpark!

  1. Hallo ihr Zwei,
    der Beitrag war immer höchst lesenswert und ich musste ab und zu herzhaft lachen. Ich kann mir das sehr lebhaft vorstellen, insbesondere da wir in unserer koreanischen Zeit ähnliche Erlebnisse hatten.
    Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Beitrag und wünsche euch noch viele schöne Erlebnisse. Dabei muss ich gestehen, dass dieser Wunsch nicht ganz uneigennützig ist. Ich lache nämlich sehr gerne🙃

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