Die letzte Woche war relativ ereignislos!

Hallo,

seit meinem letzten Beitrag ist nicht allzu viel passiert. Da mein neuer Computer etwas mehr als doppelt so schnell ist wie mein alter, den ich in Deutschland gelassen habe, wollte ich natürlich sofort das Spiel der Spiele ausprobiert, das ich schon lange nicht mehr genossen habe. Als „Crysis“ im Jahre 2007 herauskam, war es seiner Zeit Jahre voraus. Leider funktioniert die Version, die ich auf meiner Festplatte mitgebracht habe, nicht mehr unter Windows 10, weswegen ich mir auf vollkommen legale Weise mehrere Versionen aus dem Internet herunterlud, bis ich endlich eine lauffähige gefunden hatte.

Wie sich herausstellte, brachte das Spiel selbst meinen neuen Gaming-PC an seine Grenzen. Zugegebenermaßen läuft „Crysis“ erst dann etwas zäh, wenn ich in Ultra-HD-Auflösung (4K), bei vertikaler Synchronisation und Kantenglättung spiele, aber Fakt ist dennoch, dass das zwölf Jahre altes Videospiel immer noch rockt. Sowohl die Grafikqualität als auch die Spielphysik sind herausragend und wurden meiner Meinung nach auch heute noch nicht wirklich überboten. Natürlich habe ich auch ein paar andere Spiele ausprobiert. Leider ist die Verzögerungszeit relativ hoch, wenn ich mich mit ausländischen Servern verbinde.

Ansonsten verlief meine Woche tatsächlich sehr ruhig. Ich ernähre mich nach wie vor mit wenig Kohlenhydraten. In der ersten Woche, in der ich nur Fleisch, Fisch und Eier gegessen habe, verlor ich vier Kilogramm. Seitdem habe ich wieder Gemüse und moderate Mengen Obst in meinen Ernährungsplan eingebaut, was zwar für mehr Abwechslung sorgt, den Prozess der Gewichtsreduktion allerdings verlangsamt, so dass ich bislang nur ein weiteres Kilogramm abgenommen habe. Ich bin jetzt zwar wieder auf meinem Ausgangsgewicht, aber ein bisschen leichter möchte ich durchaus noch werden.

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Die Arbeit verlief gut. Ich hatte genug zu tun, ohne dass es mich überlastet hat. An meinem Alltag muss ich jedoch berechtigterweise bemängeln, dass ich etwas wenig Bewegung an der frischen Luft habe. Ich räume die Wohnung regelmäßig auf und mache den händischen Abwasch, aber nach draußen komme ich eigentlich nicht. Ich sollte mir angewöhnen, nicht mehr ganz so lange zu schlafen und vormittags auf den Markt spazieren zu gehen. Dort könnte ich auch mit ein paar Ortsansässigen mein durchaus verbesserungswürdiges Chinesisch üben. Diese Neuerung werde ich definitiv früher oder später vornehmen.

Der Aufenthalt in unserer Wohnung hängt mir jedoch noch nicht zum Hals raus, denn draußen ist es immer noch eiskalt und ich genieße den Luxus der voll funktionstüchtigen Klimaanlage. Haojing hat es offenbar eilig, meinen Arbeitsplatz in den Raum zu verlegen, der mal mein Arbeitszimmer werden soll. Sie mag es aus mir unbegreiflichen Gründen scheinbar nicht, dass unser Esstisch momentan von meinen Computer-Utensilien belagert wird. Sie bringt nicht einmal genug Geduld auf, um zwei Wochen auf einen Schreibtisch zu warten, den wir in der passenden Größe günstig im Internet bestellen könnten.

Deswegen waren wir in zwei hiesigen Möbelgeschäften. Leider gehören deren Produkte eher in ein Kinderzimmer als in ein Büro, weswegen wir auch dort Tische bestellen müssen. Wir lassen uns nun Angebote für Tische mit einer breite von 1,80 Metern und einer Tiefe von 90 Zentimetern unterbreiten. Dort habe ich definitiv genug Platz für meine Geräte und – falls benötigt – auch eine ausreichend große Arbeitsfläche. Letzten Endes bin ich mir aber zu 100 Prozent sicher, dass der Tisch aus dem Internet wesentlich günstiger gewesen wäre und dessen Lieferung nicht entscheidend länger gedauert hätte – typisch Frau.

Liebe Grüße,

Benjamin

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